Mut zu träumen?

Hereinspaziert in meine "unglaubliche" Welt!

Meine Welt

"Was fehlt Dir?" wird der Tod in meinem ersten Roman gefragt. Von wem verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Würde man Ihnen diese Frage stellen, wie lautete die Antwort? Vielleicht etwas mehr Gesundheit, finanzielle Sicherheit oder eine richtig gute Freundschaft? 

Mir fehlte von Kindesbeinen an eine andere Welt. Eine mit unendlich viel Gesundheit und Geborgenheit, reich an kulturübergreifenden Freundschaften. Und ganz ohne atomare Bedrohung, Erdbeben oder ansteckende Krankheiten, welche täglich mit einem Gong aus dem Röhrenfernseher den elterlichen Feierabend einläuteten. Eine Welt ohne periodisches  Artensterben, Meteoriteneinschläge – und ohne den ausgestoßenen Löwen, welcher im Alter, fern der Verwandten, seinem einsamen Hungertod entgegenwankt. Mir fehlte eine Welt ohne Leid.

Ja, Sie merken es: Ich träumte von einem Paradies. Wie jedes Kind. Wie vielleicht jeder Mensch - würde er es sich denn erlauben. 

Träumen auch Sie manchmal?

Das Fehlen dieser heilen Welt führte mich früh und direkt zur buchstäblich unerhörtesten Frage unseres Daseins: "Warum?"

Nie habe ich damit aufgehört, jene verwegene Frage mir und anderen zu stellen. Und auf vielen Umwegen lernen müssen, sie unbeantwortet stehen zu lassen. Ihre Wucht ergriffen zu betrachten und ... auszuhalten. Wie den Blick in einen unendlich tiefen Krater. Gespannt wartend, wann er endlich ausbrechen mag, um all seine Geheimnisse ins grelle Licht zu schleudern. 

Der letzte Adressat? Bleibt immer Gott. Natürlich. Denn erst die Frage nach dem "Warum?" verleiht ihm seine Existenzberechtigung. Und auch wenn ich ihn ein halbes Leben lang geschont habe – dieses "Wozu dieser Wahnsinn?" meiner Kindheit durfte alle Wirren und Sackgassen unbeschadet überstehen. Und erscheint mir heute frischer und klarer denn je!

Nur, dass ich eben gelernt habe, auf eine unbefriedigende Antwort dankend zu verzichten. Es reicht mir für dieses Leben, den Mut nicht zu verlieren, solch riskante Fragen zu stellen, ja, "ihn" zu stellen - vorerst halt in meinem Herzen. Die allseits angebotenen Erklärungen und Ausflüchte für unsere malade Welt können mich davon nicht mehr abhalten. Auch den Atheismus habe ich durchlebt und kenne seinen pseudoreligiösen Beigeschmack. Ich sehe diese Placebos ganz klein im Rückspiegel. Und vor mir die unglaublich bewegenden Fragen nach dem Irrsinn unserer Existenz.

Falls Sie mich ein wenig begleiten wollen auf meiner spannenden Reise: Sie sind herzlich eingeladen! Aber bitte gut anschnallen - die freien Gedanken schlagen rasante Haken ...

Meine Geschichte 

Vor einem halben Jahrhundert begann Mirlos Reise – im katholischen Kindergarten seiner bayerischen Vorortgemeinde. Spielen, Singen, Beten. Und wenn am Sonntagmorgen die Hostie wieder größer als sein Handteller war, und die heilige Oblate kaum in den zarten Mund hineinwollte, ahnte der kleine Mann bereits die unfassbare Weite jenes Themas: Gott! 


Nach seiner Firmung verschaffte der gymnasiale Biologieunterricht eine kurze Verschnaufpause: Wie herrlich leicht es die Evolutionstheorie doch macht, das eigene Denken ab- und die Wissenschaftsgläubigkeit anzuschalten! Bis jemand aus der Familie mit einem Kilo wirklich harter Drogen daherkam –dem »Buch der Bücher«.


So wurde aus dem jugendlichen Atheisten ein glühender Verfechter fundamentaler christlicher »Wahrheiten«, welcher achtzehn Lebensjahre damit zubrachte, die Verantwortung von den Schultern seines Schöpfers auf dessen Geschöpfe zu legen. Auch auf seine eigenen natürlich. 


Als Mirlos Nacken und seine Seele solch übermenschliche Last nicht mehr zu tragen vermochten, folgte dem unausweichlichen Zusammenbruch ein echter Neuanfang im Denken und Fragen. Die Blume des freien Geistes wuchs heran und machte sich breit in seinem wiedererlangten Leben.


Nun, über zwanzig Jahre später, ist es an der Zeit, der erwachsenen Freiheit eine frische Bühne zu schenken – mittels des einzigen Werkzeugs, welches den unlösbaren Knoten unserer aller Antwortlosigkeit ein wenig zu lösen vermag. Um wieder Luft zu bekommen. Um das Leben dennoch zu lieben: Der kindlich-entwaffnende Humor eines zutiefst vom Fragen überzeugten Agnostikers. Hier in meinem ersten Roman, mitten im "Paradies".



Mein Roman

»Gott ist tot?« Schön wär’s. Denn nichts ist gefährlicher als ein urlaubsreifer Chef! Sein Diener Primus, der alte Philosoph, wagt es tatsächlich: Er schickt den lebensmüden Autisten zur Kur auf einen längst vergessenen Planeten namens Erde. Magisch angezogen vom Wahnsinn seiner Schöpfung erkundet Gott dieses spannende Paradies voller rätselhafter Emotionen. Als Theo der
Taxifahrer wirbelt er im »Vorbeifahren« alle Tabus kräftig durcheinander. Und nicht nur auf der Straße geschieht Rasantes. Auch im Himmel duftet es nach Freiheit und Abenteuer: Revolution liegt in der Luft! Höchste Zeit, seine Haut zu retten – sogar für Theo?

Sie wagen Schwarzen Humor und scheuen keine Fragen? Die Religion ist für Sie keine heilige Kuh? Wunderbar, so nehmen Sie Platz in der Achterbahn der Theodizee. Und genießen Sie eine herrlich abgefahrene Stellenbeschreibung für den unmöglichsten Job im Universum: Gott!


Erhältlich überall
im Buchhandel

Als Taschenbuch (296 Seiten) oder e-Book

ISBN 9 783757 815202

Leserstimmen zu "Paradies - Er will doch nur spielen"

5,0 von 5 Sternen von Bone

Dieses Buch ist anders.

(Bewertet in Deutschland am 19. April 2025)


"Dieses Buch ist anders, anders als vermutlich alles, was Sie bislang gelesen haben. Ob ich es empfehlen kann? Schwierig. Dazu müsste ich Sie kennen. Dieses Buch fordert, fordert einen, fordert heraus, fördert zutage. Jeder Satz wirkt minutiös durchdacht und alles hat mindestens zwei Ebenen. Kein Thema wird gescheut, keine heilige Kuh bleibt ungeschlachtet. Ein Buch gegen Vorurteile, gegen Konventionen, es hinterfragt. Wenn Sie es mögen, herausgefordert zu werden, ist es Ihr Buch.
Natürlich ist es auch unterhaltsam – ich liebe die Sequenzen, wenn Theo, der Taxifahrer, seine göttliche Weisheit in gleichgültigster Weise an seine Geschöpfe weitergibt – aber ich glaube nicht, dass Unterhaltung Hauptziel dieses Buches ist, es will zum Nachdenken anregen!"

5,0 von 5 Sternen von Bernhard
Eine absolute Empfehlung - wer sich traut..

(Bewertet in Deutschland am 18. Juli 2023)


"Das Buch hat es an manchen Stellen geschafft, dass ich vor Lachen Tränen zu weinte. An anderen Stellen musste ich das Buch weglegen um erst einmal über das geschriebene nachzudenken. Ein lange nachwirkendes Buch über den Wahnsinns des Seins und seiner Herrscher, das geeignet ist das eigene (und wahrscheinlich weitere) Weltbild über den Haufen zu werfen.
Auf jeden Fall nichts für schwache Nerven - Großartig!"


5,0 von 5 Sternen von Verifizierter Kunde
Lachend Nachgedacht...

(Rezension aus Deutschland vom 18. Oktober 2023)


"Nichts für einfache Gemüter und Leser mit schwachen Lachmuskeln! Ich hab selten soviel gelacht und trotzdem immer wieder über das Gelesene nachgedacht."

  zum

    Vor...LESEN  

  und

   Nach...DENKEN


"Neugierig geworden 
auf das Paradies?"

Leseproben 

und 

Leserstimmen

"Alles muss raus!"

Untiefen

Humoriges

Gedichte

"Manchmal darf ich 
sogar singen."


Unsere Welt - zuweilen wie im Paradies ...

Nichts tröstet mehr als die Schönheit.

Wie bei allen meinen Fotos und Texten bitte ich, das Urheberrecht zu beachten. 
Weiterverwendung gerne auf Nachfrage.

Hier mal ein intensiv diskutierter Text in der hiesigen Autorenwerkstatt – das gesetzte Thema lautete "Hoffnung". 

Darunter eine Ergänzung ("Mosaik"), welche zeigen soll, wohin uns kindlich freie Fragen führen mögen.

Bittersüße Bruchlandungen

(Mirlo Verdad)



Viele schätzen es, über eine sanfte Brise freundschaftlicher Texte hinweg den Luftlöchern unseres Hierseins auszuweichen – dem Leben samt seinem absehbaren Ende mit Hilfe der Versöhnung eine wohlverdient elegante und feierliche Landung zu verschaffen.



Andere wiederum versuchen zeitlebens einzudringen, durchzudringen zu etwas Neuem, ihnen noch unbekannten - und setzen dabei alle Karten oder gar sich selbst ein, als Pfand auf ihrer Abenteuerreise.



Im Gegensatz zu Düften, Musik oder der Kraft der Farben ist Sprache für sie kein Werkzeug, um das bittersüße Jetzt auszulöffeln und zu konservieren, sondern um den wohl beschriebenen Moment sogleich wieder freizugeben, seine klebrige Mystifizierung zu vereiteln, ihn noch vor Haftantritt dem drohenden Gefängnis mit Gittern aus verklärter Vergangenheit zu entreißen.



Man kann diese Welt und ihre Bedingungen natürlich so akzeptieren, wie beide uns begegnen. 

Nur verlieren wir hierbei das kostbarste, das wir haben.



Durch unseren Verzicht auf lautes Widersprechen mögen wir sedierendes Schweigen gewinnen: Ein die Trauernden vom Unaussprechlichen erlösendes "Nichts-Sagen" – alle Einwände hinfort atmend, wie zu den stillen Minuten einer Beerdigung.



Doch mit unseren selig zu Grabe getragenen Fragen beerdigen wir immer auch – uns selbst.



Tatsächlich sterben wir ja niemals durch unsere Fragen, sondern immer nur mit ihnen.


Denn mit unseren Fragen stirbt unser Kind. 



Wir gehorchen sodann auf immer und ewig der Mahnung unserer Eltern, am Tisch nicht zu reden, Fremden artig die Hand zu reichen und stets bescheiden in den Boden der Realität zu blicken. 



Bis heute besteht dieses Mosaik zu unseren Füßen aus scheinbar schicksalhaften Tatsachen, welche wir mit höflichem Diener oder Knicks bestaunen und als unverrückbare Wahrheit akzeptieren sollen. 



Demutsvolle literarische Kapitulationen führen jedoch keineswegs ans erhoffte Ende aller schmerzhaften Konditionierung oder gar unseres Mit-Leidens mit dieser Welt - sondern nur zur verschämten Beisetzung unserer Kindheit.



Die altersweise Akzeptanz des Scheinbaren feiert nichts weniger als eine Verabschiedung wirksamen Hoffens, das Ende unseres Werdens und die Bereitschaft zu Vergehen. 



Wir Menschen mögen verloren gehen, in der Tat.



Aber unsere riskanten Ideen, unsere riskierten Fragen bleiben selbst dem Schicksal gegenüber unausweichlich, zwingen die Gnadenlosigkeit zu Umwegen, bringen noch das Scheinbarste aus seinem selbstgefälligen Konzept.



Ideen und Fragen sind unsterblich. 



Ohne sie hätte es uns - und die Hoffnung - nie gegeben. 

 

Mosaik

(Mirlo Verdad)


Das bunte "Mosaik zu unseren Füßen" -
ist alles, was wir haben, von Kindesbeinen an.

Wir können kein ultraviolettes Licht, und auch kein infrarotes sehen. Haben nur diesen
einen Farbkasten des uns Sichtbaren.

Doch wir spüren die wohltuende Wärme am einen Ende – und erstaunen ob der verändernden Kraft des Unsichtbaren an seinem anderen. 

Und damit dürfen, ja sollen wir Menschen spielen.
 
Unser ureigenes Mosaik immer wieder neu zusammensetzen. 

Unsere Welt gestalten. 

Unvereinbares zusammenbringen. 

Untrennbares voneinander befreien.

Ganz neue Farben erschaffen. Wie die Kinder.
 
Wir dürfen zu den Rändern des Scheinbaren gelangen, um das Unscheinbare, das Unmögliche hervorzuholen, es mutig mitten in unser Mosaik zu setzen. 

Damit das Unsichtbare strahlen kann, das Unhörbare musizieren. 

Lassen wir das Mosaik tanzen. 

Den herrlich bunten Tanz unseres Lebens.